Eric Church Live

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Film/TV/Musik
Eric Church Live

Er ist einer der Country Musiker, die sich in mein Herz gespielt haben, seit ich Fan dieser Musikrichtung bin. Wenn jemand wie Eric Church in unmittelbarer Nähe auftaucht, ist (m)ein Besuch daher Pflicht.

Church sieht sich selbst gerne als “Outsider”, als Grenzgänger fernab vom Mainstream. Ich für meinen Teil stimme ihm zu. Ich musste seine letzten Alben ein paar Mal hören, bevor ich tatsächlich Zugang dazu fand. Nach einem Song denkst du, du bist drin, wirst dann aber vom nächsten schnell wieder zurückgeworfen. Man muss die Art seiner Musik mögen, ganz klar.

Ausverkauft war das Konzert am vergangenen Samstag nicht. Es wurde sogar kurz vorher noch in eine andere, vermeintlich kleinere Location verlegt. Wobei ich glaube, dass auch die ursprünglich angedachte der Stimmung keinen Abbruch getan hätte.

Als Support spielten The Cadillac Three, die zwar ordentlich einheizten, mir aber nicht nachhaltig im Gedächtnis blieben. Zumindest mischten sie sich nach ihrem Auftritt unter die Gäste, so etwas mag ich grundsätzlich sehr gerne. Gegen kurz nach Neun betrat dann Eric Church als Hauptact die Bühne und rockte ca. 1 Stunde und 45 Minuten das Haus.

Das Konzert hat gehalten, was ich erhofft bzw. erwartet habe. Nicht nur wegen der akzeptablen Dauer, sondern auch inhaltlich. Die Klassiker und meine Lieblingssongs hat er gespielt und die einzelnen Stücke immer wieder neu verpackt und ausgebaut.

Die Stimmung in der Halle war ebenfalls klasse, wenngleich ich nicht erwartet hätte, an diesem Abend größtenteils US Amerikaner anzutreffen. Deren regelmäßige “U-S-A”-Rufe stießen mir dann nach einiger Zeit doch auch gehörig auf. Aber ok, ich habe den Abend trotzdem in vollen Zügen genossen.

Vor Kurzem habe ich irgendwo lesen, dass Eric Church ein wichtiger Repräsentant für den Umbruch des Country-Stils sei. Das trifft wohl zu. Durch die Vermischung von Country-, Rock- und Pop-Elementen treffen ja einige dieser Stars auch hierzulande den Nerv der Musikfans. Und das zeigt sich wohl auch an der Mischung innerhalb des Publikums. Von Hart bis Zart, von Jung bis Alt – oder so ähnlich.

Zum Glück finden mittlerweile einige Country Stars den Weg über den Atlantik nach Deutschland. Zuletzt war ich bei Toby Keith (2011), Terri Clark (2012) oder The Band Perry (2013). Die Dixie Chicks, die bereits 2003 auf Welttournee gingen, waren zu der Zeit noch die Ausnahme. Und mit München lebe ich in einer Stadt, die als Station einer Tour durchaus in Frage kommt. Das erleichtert mir natürlich die Anreise zu solchen Events.

Ich bin gespannt auf den nächsten Act, das nächste Konzert – ganz gleich wer da kommt. Eric Church war jedenfalls einmal mehr ein Volltreffer.

6 Kommentare

  1. Flo sagt

    Freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat, Mike! Und ich gebe Dir vollkommen Recht, dass er eine spezielle Richtung hat, in die man sich erstmal reinhören muss. Aber dann… :-)
    Ich hoffe, in Zukunft auch endlich mal meine Leidenschaft ausleben zu können, da wir hier endlich aus dem Gröbsten raus sind und wieder etwas Luft bekommen.

    • Hoffe dass es zukünftig noch mehr über den Teich schaffen. Vor allem diejenigen, die es sich leisten können, weil auch genügend Sponsoren vorhanden wären. Ich denke da zum Beispiel an Sara Evans, die ich sehr gerne mal sehen würde. Oder auch Kenny Chesney. Wobei “über den Teich” auch nicht ganz richtig ist. In England waren ja einige schon, meine ich. Und für dich hoffe ich natürlich, dass du dann auch mal deine Chance bekommst… :)

  2. Yo Mike,

    als du letztens vom Konzert eine Textzeile schriebst, musste ich sofort googlen, da ich den Künstler nicht kenne. Allerdings möchte ich schon seit 2011 und als ich den Staaten war, mich mehr in Country reinhören. Ich glaube, ich nehme das mal zum Anlaß. Das einzige was ich in meiner Mediathek habe, was in diese Richtung geht, ist Lady Antebellum. ;-)

    LG,
    Marco

    • Hallo Marco,

      ja stimmt, Lady Antebellum ist auch im Country-Genre einzuordnen. Mit “Need you now” hatten die sogar auch einen Song in den deutschen Charts, oder?

      Es gibt auf jeden Fall viele gute Alben unterschiedlicher Künstler, mit denen man super reinkommt. Meine erste Kassette (!) war “Ropin’ the wind” von Garth Brooks. Damit fing es an… Ein paar Jahre später folgten dann CDs von Brooks, von Kenny Chesney, den Dixie Chicks, Sara Evans u.m.

      Ein Tipp auch: Musik Videos von Toby Keith (z.B. As good as I once was, I wanna talk about me, Who’s your Daddy). Die sind teilweise wirklich lustig… :)

      Grüße
      Mike

    • Meine erste CD war 1995 “The Hits” von Garth Brooks. Bis zur Trennung von seiner Ehefrau und der damit verbundenen Auszeit 2000 gab es für mich nur ihn. Erst danach kamen dann alle anderen Countrygrößen in meinen Sichtbereich, worüber ich mehr als dankbar bin. An Tim McGraw und Brad Paisley führt heute kein Weg mehr vorbei, wie natürlich auch die von Mike schon erwähnten Künstler.

      Gruß, Flo

  3. Stimmt Mike. Need you now war glaube ich gerade Nummer 1 als ich den Staaten war und das habe ich dann irgendwie mitgenommen. Allerdings hat mich der Rest vom Album nicht so angesprochen. Gaaaanz früher dachte ich übrigens immer, dass Country so etwas wie Truckstop ist :-) Lag ich wohl jahrelang mit falsch. Habe bestimmt einige gute US-Bands verpasst.

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